Das Aroma frisch gebackener Croissants, das feine Knistern der Baguettes im Ofen, das warme Leuchten der Sonne auf den Dächern der Haussmann-Häuser – Paris empfängt uns mit einem Fest für alle Sinne. Schon die Anreise hat ihren eigenen Zauber: Der TGV verlässt Ulm mit Verspätung, der Schaffner entschuldigt sich charmant in akzentuiertem Deutsch, bevor der Zug an Fahrt gewinnt. Sanft geht es über die Schwäbische Alb, vorbei an Hügeln, Flüssen und Feldern. Mit dem Überqueren der französischen Grenze verändert sich die Landschaft und auch der Rhythmus. Jetzt gleitet der Zug, das Flaggschiff der SNCF, mit über 300 km/h durch das Elsass, Lothringen und die Champagne, vorbei an kleinen Dörfern und Wäldern bis in die Île-de-France. Das sanfte Schaukeln und das Rattern der Schienen wirkt beinahe meditativ. Und während die Stunden verfliegen, wächst die Vorfreude auf die Stadt der Liebe.
THE HÄFT #45
